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Sonntag, 21. Januar 2018

Leistungsangebot

Über das Leis­tungs­an­ge­bot un­ter der Rub­rik "Ge­mäl­de" hi­naus, bie­ten wir an:

Kli­ma­er­fas­sung und Holz­feuch­tebe­stim­mung bei Ab­ho­lung

Dend­ro­chro­no­lo­gi­sche Un­ter­su­chung
Holz­ar­ten-Best­im­mung

Holz­fes­ti­gung,
Be­kämp­fung von tie­ri­schen und pflanz­li­chen Schäd­lin­gen (gift­frei!)

Fas­sungs-Re­kon­struk­ti­on
Ver­gol­dungs-Tech­ni­ken

Bildhau­e­ri­sche Er­gän­zun­gen und Re­kon­struk­ti­o­nen

Präsen­ta­ti­on - Kli­ma­ge­rech­te Auf­be­wah­rung

 

Fachbereich Skulptur

Kein gerin­ge­rer als Mi­che­lan­gelo war es, der eine der be­rühm­tes­ten Skulp­tu­ren meister­haft wie­der er­gänz­te, die sa­gen­um­wo­be­ne Lao­koon-Grup­pe aus Rho­dos, die heu­te in den Va­ti­ka­ni­schen Mu­se­en zu Rom in Stau­nen ver­setzt.
In den letz­ten Jahr­zehn­ten wur­den im Rah­men restau­ra­to­ri­scher Maß­nah­men eben die­se meister­haf­ten Er­gän­zun­gen ent­fernt ... eine äu­ßerst schwie­ri­ge Ent­schei­dung, zu­mal das Frag­ment zu­rück­blieb, in­clu­si­ve vie­ler un­ge­lös­ter Fra­gen im Um­gang mit ge­schicht­li­chen Zeug­nis­sen als ge­samt­heit­li­che Aus­sa­ge ...

Grund­la­ge al­len künst­le­ri­schen Wir­kens wa­ren seit dem frü­hen Mit­tel­al­ter nach stren­gen Re­geln er­lern­te hand­werk­li­che Tech­ni­ken. Auf de­ren Ba­sis wurde bis An­fang un­se­res Jahr­hun­derts künst­le­ri­sche Kre­a­ti­vi­tät umgesetzt. Die­ses so­li­de Grund­la­gen-Den­ken un­ter­schei­det häu­fig die Ma­te­ri­al-Tech­no­lo­gie frü­he­rer Skulp­tu­ren von heu­ti­gen.

Sel­ten ver­fügt ein Künst­ler heut­zu­ta­ge noch über die hand­werk­li­che Ba­sis und Kennt­nis ma­te­ri­al­tech­no­lo­gi­scher Zu­sam­men­hän­ge wie einst. In An­be­tracht des viel­fäl­ti­gen Markt­an­ge­bo­tes ist dies umso schwe­rer leist­bar.
Dies gilt auch für die Restau­rie­rungs­ge­schich­te vie­ler Ob­jek­te. Aus­ge­spro­chen sel­ten sind Ob­jek­te noch im Ori­gi­nal-Zu­stand an­zu­tref­fen. Meist wur­den sie be­reits mehr­mals von Rest­au­ra­to­ren, Hand­wer­kern oder Lai­en be- und über­ar­bei­tet, häu­fig so­gar mehr­fach kom­plett über­fasst. Da­bei un­ter­schei­det sich auch hier Ein­satz und Kennt­nis ma­te­ri­al­tech­no­lo­gi­scher Zu­sam­men­hän­ge und Neu­ent­wick­lun­gen.

So kommt es heu­te - mehr als vie­le Jahr­hun­der­te zu­vor - zu enor­men Feh­ler­quel­len und zu­sätz­li­chen kon­ser­va­to­ri­schen Prob­le­men.

Eine gro­ße He­raus­for­de­rung stel­len des­halb Frei­legungs-Maß­nah­men dar. Der Auf­wand, auf den Ori­gi­nal-Be­stand zurückzuführen ist oft er­heb­lich. Freilegungen müssen vielfach unter dem Mikroskop durchgeführt werden - das erfordert ein hohes Maß an Konzentration, Geduld, Ausdauer und somit Zeit.
Dabei gibt es viel zu be­ach­ten: Von der Kon­zept­fin­dung bis zu Fi­nan­zie­rung soll­ten des­halb alle re­le­van­ten Kri­te­ri­en be­dacht und ein­be­zo­gen wer­den.

Holz-Skulp­tu­ren un­ter­lie­gen - wie Ta­fel­bil­der - durch Schwund- und Quell­pro­zes­se be­son­ders den Ein­flüs­sen des Raum­kli­mas, in­dem sie auf­be­wahrt wer­den. Die größ­ten Schä­den ent­ste­hen hier­bei durch zu tro­cke­nes Kli­ma. Die Holz­substanz schwin­det und führt in Fol­ge zu auf­ste­hen­den, ab­plat­zen­den Mal­schich­ten.
Schwund­pro­zes­se sind mit viel Ge­duld rück­führ­bar, je­doch macht dies nur Sinn, wenn nach ei­ner Rest­au­rie­rung die kli­ma­ti­sche Si­tu­a­ti­on zur Prä­sen­ta­ti­on dem­ge­mäß sta­bi­li­sie­rend ver­bes­sert wur­de.
In Wirk­lich­keit tut ein Kun­de da­mit nicht nur dem Ob­jekt ei­nen Ge­fal­len, son­dern in ers­ter Li­nie sich selbst, denn es trägt zu ei­nem - auch für ihn - ge­sun­den Raum­kli­ma bei.

Bei der Rest­au­rie­rung von Skulp­tu­ren ist ei­ner un­se­rer Schwer­punk­te die Re­kon­struk­ti­on in Far­be und Form. Es ent­spricht nicht un­se­rer Ide­o­lo­gie, daß Restau­rie­rungs-Maß­nah­men für je­der­mann ab­les­bar sein müs­sen. Viel zu viel ist schon un­wie­der­bring­lich ver­lo­ren ge­gan­gen.
Durch eine per­fek­te Re­kon­struk­ti­on hat das Ob­jekt die Chan­ce, neu und un­ge­trübt im Charme des wür­dig ge­al­ter­ten Ori­gi­nals und sei­ner vom Künst­ler be­ab­sich­tig­ten Aus­sa­ge er­lebt zu wer­den und nicht nach dem Status ­ei­nes Frag­ments.
Häu­fig müs­sen wir er­le­ben, daß Rest­au­ra­to­ren zu dieser Form der Rückführung fach­lich nicht mehr in der Lage sind. In sol­chen Fäl­len zie­hen auch wir das frag­men­ta­ri­sche Be­las­sen ei­ner schlech­ten Re­kon­struk­ti­on vor, denn letzt­lich ent­schei­det das Kön­nen des Rest­au­ra­tors über den Um­fang und Art des Ein­griffs.

Las­sen Sie sich von un­se­rer Aus­füh­rungs­qua­li­tät über­zeu­gen.
Ger­ne ver­ein­ba­ren wir ei­nen Ter­min zur kos­ten­lo­sen Ob­jekt­be­ur­tei­lung/-Be­ra­tung.
Be­fund­un­ter­su­chun­gen und Kon­zept­erstel­lun­gen sind kos­ten­pflich­tig.