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Montag, 22. Oktober 2018

 

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Pflanzliche Holzschädlinge

Der ech­te Haus­schwamm (Ser­pu­la lac­ry­mans)

Seit Men­schen­ge­den­ken ein Alp­traum von Haus­be­sit­zern - selbst die Bi­bel er­wähnt ihn. Und er ist zu recht ge­fürch­tet.

Sei­ne Zell­fä­den, die Hy­phen bil­den ein wat­te­ar­ti­ges Pilz­ge­flecht, das sog. Mycel. Es durch­wächst das Holz und baut kon­ti­nu­ier­lich sei­ne Zel­lu­lo­se ab bis schließ­lich die be­fal­le­nen Tei­le zer­stört sind.

Ob­wohl der Haus­schwamm zum Ge­dei­hen Feuch­tig­keit braucht, greift er oft auch tro­cke­nes Holz an, wenn er Ver­bin­dung zu nas­sem Holz oder feuch­ter Erde hat.

Da­bei hilft die­sem Braun­fäu­le-Er­re­ger eine ge­fähr­li­che Ei­gen­schaft. Das ist sei­ne Fä­hig­keit, aus be­simm­ten Hy­phen ein Lei­tungs­syss­tem zu bil­den, mit dem er äh­lich wie Wur­zeln, Flüs­sig­keit trans­por­tiert. Noch ein be­mer­kens­wer­tes Ta­lent:
Sein Mycel kann Fu­gen und Mau­er­werk durch­wach­sen und ist so­mit fast nicht mehr ent­fern­bar.

Er­ken­nungs­merk­ma­le des Haus­schwamms sind graue Strän­ge und - im fort­ge­schrit­te­nen Sta­di­um - ein fla­den­ar­ti­ger rot­brau­ner und weiß­ge­rän­der­ter Frucht­kör­per.

Für den Men­schen und sei­ne Atem­we­ge ge­fähr­lich sind vor al­lem die Spo­ren, die sich nach dem Aus­sa­men in der Raum­luft ver­tei­len und Be­schwer­den bis hin zu ast­ma­ti­schen An­fäl­len ver­ur­sa­chen kön­nen. Dies gilt für viel an­de­re Pilz­ar­ten glei­cher­ma­ßen: Hal­ten Sie sich nie ohne Mund­schutz in be­las­te­ten Räu­men auf!

Eine Be­kämp­fung, die nur eine Fach­fir­ma aus­füh­ren kann, ist aus­ge­spro­chen schwie­rig und er­for­dert un­be­dingt Ar­beits­schutz-Maß­nah­men. Auch wenn die Be­kämp­fung ab­ge­schlos­sen ist und die Feuch­te­quel­len tro­cken­ge­legt sind - man kann nie si­cher sein, daß er wirk­lich be­siegt ist ... ein Alp­traum ...

Ne­ben d­em S­chlimmsten aller Sc­hwämmen gibt es na­türlich­ noch vie­le andere Schwam­mar­ten, wie z.B. den Kel­ler­schwamm (­co­ni­o­pho­ra pu­te­a­na), der noch mit dem Haus­schwamm ver­gleich­bar ist. Alle an­de­ren - nor­mal vor­kom­men­den - Schwäm­me sind we­sent­lich we­ni­ger schlimm und z.T. so­gar mit rel. ein­fa­chen/kos­ten­güns­ti­gen Me­tho­den zu besei­ti­gen.

Die Bläue (meh­re­re Ar­ten, z.b. Au­re­o­ba­si­di­um pul­lu­lans)

Eine recht ver­brei­te­te Er­schei­nung am Holz ist die Bläue. Sie zer­stört zwar nicht die Substanz des Hol­zes, ver­min­dert aber sei­nen Wert be­trächt­lich.

Verb­lau­tes, also un­na­tür­lich ver­färb­tes Holz, wird nicht als voll­wer­tig an­ge­se­hen und hat da­rü­ber hi­naus noch ei­nen wei­te­ren er­heb­li­chen Nach­teil:
Best­imm­te Ar­ten von Bläue-Er­re­gern wer­den näm­lich oft erst dann tä­tig, wenn das Holz ver­ar­bei­tet ist. Die Pil­ze durch­sto­ßen dann den An­strichs­film, was nicht nur häß­li­che klei­ne Beu­len zur Fol­ge hat, son­dern auch das Ein­drin­gen von Feuch­tig­keit er­mög­licht und da­mit wei­te­re Schä­den aus­löst.

Von der Bläue wer­den au­ßer Na­del­höl­zern ins­be­son­de­re Kie­fern­holz, auch Bu­che, Ei­che, Ahorn und Lin­de be­fal­len. Kern­holz bleibt al­ler­dings ver­schont.